Bei der Bekämpfung von Vegetationsbränden erschweren uns viele Einflüsse den Einsatz. Rauch, unwegsames Gelände, aufwendige Wasserversorgung und hohe körperliche Belastung über einen langen Zeitraum – das und weiteres kann uns erwarten, wodurch die Einsatztaktik und die Ausrüstung an diese Faktoren angepasst ist.
Aufgrund der langen Einsatzzeiten können wir nur begrenzt die sonst üblichen umluftunabhängigen Atemschutzgeräte einsetzen. Stattdessen schützen wir uns mit FFP3-Atemschutzmasken bzw. mit P3-Filtern und Schutzbrillen gegen den Rauch. Die besondere Ausführung dieser Masken ermöglicht das Auf- und Absetzen ohne den Helm abnehmen zu müssen und schützt außerdem weitere Gesichtspartien.

Ergänzend zu den Masken kommen Messgeräte zum Einsatz, die davor warnen, wenn die Konzentration von gesundheitsschädlichen Gasen, wie zum Beispiel Kohlenstoffmonoxid, zu hoch oder die Sauerstoffkonzentration zu niedrig wird.
Muskelkraft statt Wasser


Da die Wasserversorgung teilweise schwierig sein kann und Wasser auch immer mit viel Gewicht einhergeht, sind die Handwerkzeuge für die Vegetationsbrandbekämpfung ein wichtiger Bestandteil in der Einsatztaktik. Diese ermöglichen uns z.B. ohne Wasser eine direkte Brandbekämpfung von Bränden der bodennahen Vegetation (Gräser, Gestrüpp, etc.). Wir verwenden diese auch zur Anlage von sogenannten Kontrollinien, mit denen die Ausbreitung des Feuers verhindert werden soll. Der Einsatz dieser Werkzeuge ist sehr kräftezehrend und personalintensiv.
Ohne Wasser geht es nicht


Ganz ohne Wasser geht es aber auch nicht. Für den gezielten und sparenden Einsatz von Wasser verwenden wir Löschrucksäcke. Diese werden mit Wasser gefüllt und wie ein Rucksack auf dem Rücken getragen. Mit einer Lanze kann das Löschmittel präzise auf Flammen oder Glutnester abgegeben werden.
Für großflächigere Befeuchtung oder die Bekämpfung von größeren Flammen setzen wir D-Schläuche ein. Diese sind kleiner und leichter als die sonst üblichen Schläuche und können einfacher im Gelände vorgenommen werden.
Für eine bessere Löschwirkung haben wir die Möglichkeit dem Löschwasser ein sogenanntes Netzmittel zuzumischen. Dadurch wird die Oberflächenspannung des Wassers verringert und es dringt tiefer in das Brandgut ein. Für die Vegetationsbrandbekämpfung verwenden wir ein biologisch abbaubares Netzmittel, das speziell dafür entwickelt wurde.
Das Wichtigste
Aber, ohne Einsatzkräfte hilft die beste Ausrüstung nichts. Wir sind auf engagierte Freiwillige angewiesen, die uns dabei unterstützen wollen, Mensch und Natur in und um der Stadt Fürstenfeldbruck zu schützen. Erfahre hier, wie auch DU uns helfen kannst.
Für weitere Einblicke in unsere Arbeit und Technik, laden wir wieder zu unserem großen Aktionstag am 14.09.2024 im Feuerwehrgerätehaus in der Landsberger Straße 72 ein.
Fotos © Feuerwehr Fürstenfeldbruck


