Das Wetter am Wochenende zeigte sich in bester, sonniger Stimmung und lockte viele ins Freie. Doch der lange Sonnenschein brachte auch Risiken mit sich und der vom Deutschen Wetterdienst (DWD) berechnete Waldbrandgefahrenindex kletterte in der Region um Fürstenfeldbruck auf die zweithöchste Stufe. Auch der Graslandfeuerindex war zuletzt am Sonntag mit der Stufe 3 auf mittlerem Niveau. Diese hohe Gefahreneinstufung ist an sich nichts allzu ungewöhnliches und spätestens in den Sommermonaten wird das vermutlich öfter passieren.
Die bloße Gefahr der Vegetationsbrände bedeutet nicht, dass es auch zu einem kommen muss. Doch tatsächlich stieg am Samstag eine Rauchwolke über Bruck empor. Verursacht durch die teilweise über einen Meter hohen Flammen, die sich durch das trockene Stroh fraßen.
Zum Glück nur eine Übung
Die Rahmenbedingungen hätten zu einem echten Vegetationsbrand gepasst, doch es handelte sich glücklicherweise um eine Übung. Die Ausbilder hatten eine abwechslungsreiche Ausbildung in drei Stationen vorbereitet. An diesen konnten die fast 50 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus den Reihen der Einsatzmannschaft und der Jugendfeuerwehr die bisher erlernte Theorie in der Praxis anwenden.


Besuch vom Oberbürgermeister
Zu der Übung war Oberbürgermeister Christian Götz eingeladen, der diese Einladung dankend wahrgenommen hat. Vor der Übung nutzte er die Gelegenheit und richtete ein paar Worte an die Feuerwehrmitglieder und bedankte sich für deren Engagement.
Stadtbrandinspektor Michael Ott und Stadtbrandmeister Manuel Mai zeigten ihm anschließend die einzelnen Stationen und führten durch das Gerätehaus.

Geübter Wassereinsatz
Insbesondere bei der Bekämpfung von abgelegenen Vegetationsbränden ist Wasser als Löschmittel nur begrenzt verfügbar und muss teilweise über weite Wege zur Einsatzstelle transportiert werden. Eine Möglichkeit ist ein sogenannter Pendelverkehr mit einem oder mehreren Tanklöschfahrzeugen, die Wasser zu einem Löschwasserbehälter transportieren, von dem aus die Einsatzkräfte mit Wasser versorgt werden. Wie ein solcher Behälter aufgebaut und betrieben wird, übten die Feuerwehrler an einer der Ausbildungsstationen.
An einer weiteren Station zeigte ein Ausbilder den Einsatz von D-Schläuchen und D-Strahlrohren an den Abgängen des Frontsprühbalkens vom LF20-KatS. Diese ermöglichen, dass auf zwei Seiten Feuerwehrkräfte neben dem Fahrzeug herlaufen und eine Brandbekämpfung vornehmen können.

Eindrucksvolle Hitze
An der wohl beeindruckendsten Station war Schutzkleidung zwingend erforderlich. Ausgerüstet mit Schutzbrille, Atemschutz und Feuerwehrkleidung übten die Feuerwehrleute den taktischen Einsatz der Löschrucksäcke in Kombination mit den Brandpatschen.
Der Ausbilder setzte gezielt das ausgelegte Stroh in Brand. Zur Absicherung gegen eine unkontrollierte Ausbreitung lag selbstverständlich ein einsatzbereites Strahlrohr parat, damit im Falle der Fälle ein sofortiges Einschreiten möglich gewesen wäre. Nach kurzer Zeit bildete sich eine Flammenfront, die es zu bekämpfen galt. Erschwert wurde die Brandbekämpfung durch den weit sichtbaren Rauch und die große Hitzestrahlung, die die Feuerwehrkräfte dazu zwang, Abstand zu halten. Mit vereinten Kräften und der richtigen Taktik gelang es auch größere Flammen erfolgreich zu löschen.

Ein gelungener Abschluss
Mit dieser großen Übung ist der Ausbildungsblock zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung beendet (bis auf eine noch kommende Ausbildung für die Führungskräfte). Zum Abschluss der Ausbildung spendierte OB Christian Götz eine Brotzeit, die alle nach den Aufräumarbeiten in der nachmittäglichen Sonne genossen.

Damit beenden wir unsere diesjährige Beitragsreihe zum Thema Vegetationsbrandbekämpfung.
Du willst mehr über uns erfahren? Dann komm gerne zu unserem Aktionstag 2024.

Fotos © Feuerwehr Fürstenfeldbruck

