Mit dem Einsatzstichwort BMA (Brandmeldeanlage) sowie den ergänzenden Informationen „Privater Rauchmelder piepst seit 5 Minuten und es riecht auch komisch“ wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Fürstenfeldbruck am gestrigen Nachmittag gegen 15:00 Uhr alarmiert.
In einem Mehrparteienhaus in der Kurt-Schumacher-Straße kam es zu einem Kleinbrand.
Dieser ging mit einer starken Rauchentwicklung einher, breitete sich aber dank der leerstehenden Wohnung und des Entstehungsort im Badezimmer glücklicherweise nicht weiter aus. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz betrat nach Installation eines Rauchschutzvorhangs, wodurch ein Ausbreiten der giftigen Gase verhindert werden soll, die leerstehende und gerade frisch renovierte Wohnung, um die Brandbekämpfung vorzunehmen. Zunächst konnte allerdings keine Brandherd ausgemacht werden. Erst nachdem alle Räume mittels Wärmebildkamera abgesucht wurden, gab sich der eigentliche Ort des Geschehens zu erkennen.
Nachdem der Brand gelöscht und das Gebäude mittels zwei Hochleistungs-Lüftern entraucht war, konnte die Einsatzstelle nach circa einer Stunde verlassen sowie die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wiederhergestellt werden.
Brandursache waren ölgetränkte Lappen, die bei der Renovierung verwendet und nicht ordnungsgemäß gelagert wurden.
Beim Trocknen von beispielsweise Holz- oder Leinöl findet eine chemische Reaktion mit Sauerstoff unter Wärmeentwicklung statt. Kann diese Wärme aufgrund unsachgemäßer Lagerung oder Entsorgung nicht abgeführt werden, kommt es zu einer kritischen Temperaturerhöhung, die zur Selbstentzündung führen kann.
Kochen und Ölflaschen….
Am Sonntag zuvor gegen 09:30 Uhr hatten es die Floriansjünger auch schon mit Öl zu tun. Dem Meldebild nach war zu entnehmen das es sich um einen privaten Rauchwarnmelder in der Sternstraße handelte. Ein aufmerksamer Nachbar wählte, nachdem er festgestellt hat, dass es sich um einen Brand handeln könnte den Notruf. Der Auslöser war eine Flasche Olivenöl, welche auf einer eingeschalteten Herdplatte stand. Durch die Hitze war die Flasche zerborsten und es wurde eine sehr rutschige sowie rauchige Angelegenheit für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Fürstenfeldbruck. Kleinere Flammen wurden schnell erstickt und nachdem das Gebäude entraucht war, konnte auch dieser Einsatz nach circa einer Stunde beendet werden.
Erwähnenswert ist, dass Öl zu den häufigsten Brandursachen in der Küche gehört. Erhitzen Sie Fett oder Öl zu stark, kann es sich selbst entzünden. Es besteht erhebliche Verletzungsgefahr durch spritzendes, heißes Fett. Brennendes Öl oder Fett niemals mit Wasser löschen! Die daraus resultierende Fettexplosion gefährdet Ihre Gesundheit und führt zu weitaus schlimmeren Bränden. Einen kleinen Fettbrand können Sie eventuell noch mit einem Topfdeckel, einer Löschdecke oder einem leicht feuchten Tuch löschen. Im Zweifel rufen Sie bitte die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 und bringen sich sowie andere Mitbewohner in Sicherheit.
Denken Sie auch daran Ihre Rauchmelder regelmäßig mit der „TEST“ Taste zu prüfen. Rauchmelder können Leben retten!

