Am 25.02.2026 fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeldbruck statt. Zahlreiche aktive und passive Mitglieder, Ehrenmitglieder, die Jugendfeuerwehr sowie Gäste aus Politik, Verwaltung, Kreisbrandinspektion und benachbarten Hilfsorganisationen folgten der Einladung, um gemeinsam auf ein intensives und arbeitsreiches Jahr 2025 zurückzublicken.
Der Vereinsvorsitzende Bastian Kreutzkamp eröffnete die Versammlung und begrüßte die Anwesenden. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder und einer Ansprache des Kreisbrandinspektors Hendrik Cornell ging er auf das Vereinsjahr 2025 ein, das erneut von großem Engagement, Zusammenhalt und einem lebendigen Miteinander geprägt war. Ob bei vereinsinternen Veranstaltungen, bei öffentlichen Auftritten oder im Hintergrund bei Organisation, Logistik und Verpflegung – viele Aktivitäten wären ohne die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Helferinnen und Helfer sowie deren Familien nicht möglich gewesen. Der Vorsitzende dankte ausdrücklich allen, die sich in unterschiedlichster Weise eingebracht haben.
Einsatzgeschehen und Dienstbetrieb
Im Anschluss berichtete Stadtbrandinspektor Michael Ott über das vergangene Einsatzjahr. Insgesamt rückte die Feuerwehr Fürstenfeldbruck im Jahr 2025 zu 450 Einsätzen aus. Diese Zahl erklärt sich aus 388 Einsatzstellen, zu denen entweder eine oder beide Wachen alarmiert wurden. Die Hauptwache war dabei 327-mal, die Wache II 123-mal im Einsatz.
Wie in den Vorjahren lag der Schwerpunkt erneut im Bereich der Technischen Hilfeleistung, die den klassischen Brandeinsatz zahlenmäßig leicht übertraf. Neben Bränden und ausgelösten Brandmeldeanlagen zählten insbesondere Verkehrsunfälle, eilige Türöffnungen, Unwettereinsätze sowie Tragehilfen und Unterstützung des Rettungsdienstes zum Einsatzspektrum.
Ein besonders fordernder Einsatz war der Dehnfugenbrand am 13. Dezember 2025 in einem mehrstöckigen Wohngebäude im Brucker Westen. Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einsatzkräfte sowie die sehr gute Zusammenarbeit mit den nachalarmierten Feuerwehren und Organisationen konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Der Einsatz, der sich über 12 Stunden erstreckte, zeigte eindrucksvoll die Bedeutung von Ausbildung, Erfahrung und überörtlicher Zusammenarbeit.
Neben dem Einsatzdienst investierten die ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden auch 2025 wieder einen enormen Zeitaufwand in Ausbildung, Übungen, Lehrgänge, Fachgruppenarbeit sowie in den Katastrophenschutz. Die stetig wachsenden Anforderungen – unter anderem durch Extremwetterlagen und neue Einsatzszenarien – machen diese kontinuierliche Fortbildung unverzichtbar.
Mannschaftsstärke und Nachwuchs
Die Mitgliederzahlen der Feuerwehr Fürstenfeldbruck blieben auch 2025 stabil. Zum Jahresende zählte die aktive Mannschaft 147 Feuerwehrdienstleistende, davon 12 Frauen und 103 Männer, ergänzt durch 32 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr (5 weiblich, 27 männlich). Insgesamt umfasst der Feuerwehrverein 244 Mitglieder.
Investitionen und Katastrophenschutz
Ein weiterer wichtiger Punkt im Jahresrückblick war die Stärkung des Katastrophenschutzes. Im März 2025 konnte ein mobiles Notstromaggregat mit 100 kVA Leistung offiziell in Dienst gestellt werden. Das Aggregat ermöglicht unter anderem die Stromversorgung bei Großschadenslagen, längeren Stromausfällen oder die Versorgung von Notunterkünften und stellt damit einen bedeutenden Zugewinn für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr dar.
Grußworte der Gäste
In ihren Grußworten würdigten 2. Bürgermeister Christian Stangl und Feuerwehrreferent Andreas Lohde die Leistungsfähigkeit und das hohe ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr Fürstenfeldbruck. Sie betonten die große Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für die Sicherheit der Stadt und des Landkreises und dankten ausdrücklich auch den Familien der Einsatzkräfte für deren Unterstützung und Verständnis.
Der Bericht der Jugendfeuerwehr zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die Nachwuchsarbeit für die Zukunft der Feuerwehr ist. Jugendwart Nikolai Gruschke berichtete von einem besonders aktiven Jahr mit Ausbildungen, Übungen, dem Berufsfeuerwehrtag sowie der Teilnahme an Wettbewerben und Wissenstests. Mit insgesamt rund 2.500 geleisteten Stunden leistete die Jugendfeuerwehr einen wichtigen Beitrag zum Feuerwehrleben und zur Nachwuchssicherung.
Ehrungen und Auszeichnungen
Ein fester Bestandteil der Jahreshauptversammlung waren die Ehrungen und Auszeichnungen. Mehrere Kameradinnen und Kameraden wurden aufgrund abgeschlossener Aus- und Weiterbildungen ernannt oder befördert. Darüber hinaus konnten Mitglieder für 30, 40 und 60 Jahre Vereins- und Feuerwehrzugehörigkeit und besondere Leistungen geehrt werden. Diese Auszeichnungen unterstreichen die langjährige Treue und das außergewöhnliche Engagement vieler Feuerwehrangehöriger.

Fazit
Die Jahreshauptversammlung machte deutlich, dass die Freiwillige Feuerwehr Fürstenfeldbruck auch im Jahr 2025 auf ein arbeitsreiches, aber erfolgreiches Jahr zurückblicken kann. Mit einer starken Mannschaft, engagierter Jugendarbeit, moderner Ausstattung und einem ausgeprägten Gemeinschaftsgeist ist die Feuerwehr gut gerüstet, um auch die zukünftigen Herausforderungen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck zu meistern


