Viele suchten am vergangenen Samstag das kühle Nass. Auch die Freiwillige Feuerwehr Fürstenfeldbruck hatte das im Rahmen ihrer jährlichen Ausbildung „Wasserförderung über lange Schlauchstrecken“ auf dem Plan. Knapp 30 ehrenamtliche Feuerwehrleute waren mit mehreren Einsatzfahrzeugen zu einer mehr als 4-stündigen Übung in den Rothschwaiger Wald ausgerückt.
Das Szenario: An der Einsatzstelle gibt es keine Wasserversorgung über das Hydrantennetz. Ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ist nicht möglich. Deshalb muss vom letzten verfügbaren Hydranten eine mobile Wasserversorgung auf einer Länge von mehr als 1 km aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Zur Sicherstellung von Wasserreserven an der Einsatzstelle kamen hier mobile Faltbehälter mit insgesamt 8.000 Liter Fassungsvermögen zum Einsatz.
Es wurde eine Wasserentnahmestelle im Rothschwaiger Wald errichtet und von dort mit einer Tragkraftspritze über eine B-Schlauchstrecke, welche mit dem Gerätewagen Logistik 1/58/1, kurz GW-L2 verlegt wurde, an einer Verstärkerpumpe bei ca. der Hälfte der Strecke angeschlossen. Von dort aus ging es per B-Schlauch zu zwei miteinander verbundenen Faltbehältern die als Wasserspeicher vorgehalten wurden. Aus diesen wurde per Saugleitung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs 1/40/1 das Wasser an drei Angriffstrupp´s mit je einem C-Schlauch abgegeben und so der fiktive Brand gelöscht. Bis zur Inbetriebnahme der langen Wegstrecke wurde ein Ausbreiten des „Brandes“ unter Hinzunahme von Feuerpatschen und dem im Feuerwehrfahrzeug vorhandenen Wassertank verhindert.
Die Abläufe einer langen Schlauchstrecke konnten nach langer Zeit mal wieder geübt und der ein oder andere Handgriff gefestigt werden. Das Arbeiten mit Faltbehältern und die Wasserübergabe an Fahrzeuge wird immer wichtiger in Verbindung mit vermehrt auftretenden Wald- und Vegetationsbränden. Auch einige neue Feuerwehrleute sowie die Jugendfeuerwehr waren an der Übung beteiligt und konnten hier das in der Theorie gelernte bei einem realitätsnahen Einsatzszenario umsetzen.
Einige Bürgerinnen und Bürger, die zufällig des Weges kamen bedankten sich für unsere ehrenamtliche Arbeit und drückten ihre Anerkennung für unser Engagement aus.
Nach erfolgter Übung war es aber noch nicht vorbei. Bevor wir uns gemeinsam zu einer Brotzeit zusammensetzen konnten, wurden alle bei der Übung beteiligten Fahrzeuge gereinigt und für die Einsatzbereitschaft wieder aufgerüstet.

