Start » Wenn der Wald brennt

Viele dürften die Nachrichten über die verheerenden Waldbrände der vergangenen Jahre, wie z.B. auf Rhodos, mitbekommen haben. Aber auch in Deutschland kommt es immer wieder insbesondere in manchen Regionen, wie etwa in Brandenburg, zu Tage andauernden Vegetationsbränden.

Solche Schadfeuer gibt es auch bei uns, aber ganz so gravierend wie in Südeuropa oder in Brandenburg ist die Vegetationsbrandgefahr in und um den Landkreis Fürstenfeldbruck glücklicherweise nicht. Dennoch nehmen wir das Thema sehr ernst und bereiten uns auf mögliche Wald- und Wiesenbrände vor, da wir von der Gefahr ausgehen müssen, dass sich solche Brände auch in unserer Umgebung häufen werden.

Eine grundlegend andere Taktik

Einen Zimmer- oder PKW-Brand schnell und effizient zu bekämpfen, das haben wir viele Jahrzehnte lang perfektioniert und unsere Ausrüstung darauf abgestimmt. Das Problem: das Vorgehen bei Vegetationsbränden unterscheidet sich grundlegend und bedarf einer anderen Taktik. Schwerer Atemschutz und unsere dicke Schutzkleidung ist z.B. ideal für die Brandbekämpfung in Gebäuden, aber äußerst ungeeignet für die im schlimmsten Fall tagelangen und riesige Bereiche betreffenden Wald- und Wiesenbrände.

Damit wir geeignete Maßnahmen gegen Vegetationsbrände ergreifen können, wurde und wird auch weiterhin ergänzende Ausrüstung speziell für diese Art der Brandbekämpfung beschafft. Das umfasst unter anderem das im vergangenen Jahr in Dienst gestellte LF20-KatS mit spezieller Waldbrandausrüstung ebenso wie die geplante Anschaffung einer zusätzlichen, leichteren Schutzkleidung.

Üben, üben, üben

Damit die brucker Feuerwehrkräfte mit der Ausrüstung sicher arbeiten können, ist es notwendig, immer wiederkehrend damit zu üben. Heuer ist aus diesem Grund, wie auch die vergangenen Jahre, das Thema Bestandteil unseres Jahresausbildungsplans. Vergangenen Mittwoch fand die erste von einer Reihe von Übungseinheiten statt. Hierfür trafen sich rund 60 Kameradinnen und Kameraden für eine einführende, theoretische Ausbildung zu den Taktiken und den notwendigen Gerätschaften.

Neben der Einsatztaktik gab es eine Auffrischung in Sachen Kartenkunde. Eine sichere Orientierung ist von großer Bedeutung, insbesondere wenn die Brände in abgelegenen Gebieten ausbrechen, und muss auch dann gewährleistet sein, wenn die Technik einmal ausfallen sollte. Daher kamen hierbei sowohl digitale Karten als auch Karten auf Papier zum Einsatz.

Zudem besprachen wir, welche neuen und alten Gerätschaften für die Vegetationsbrandbekämpfung geeignet sind und was bei deren Anwendung zu beachten ist. Dies umfasste verschiedenste Werkzeuge, angefangen von Schaufeln und Dunghaken, bis hin zu ergänzender, spezialisierter Ausrüstung wie Löschrucksäcke.

Was wir sonst noch für Ausrüstung zur Vegetationsbrandbekämpfung haben, werden wir in den kommenden Wochen genauer vorstellen.

Vegetationsbrand in Fürstenfeldbruck im April 2014

Fotos © Feuerwehr Fürstenfeldbruck