Start » Leise rieselt(e) der Schnee

Wer den Text des allseits bekannten und beliebten Weihnachtsliedes kennt, der erinnert sich an Passagen über Stille, Friedlichkeit und die Vorfreude auf Weihnachten.

Für die Freiwilligen Feuerwehrkräfte der Kreisstadt und deren Ortsteile war der Einstand in den Dezember allerdings alles Andere als friedlich und ruhig. Die „stade Zeit“ begann mit einer regelrechten Schneewalze, die uns zunehmend alles abverlangte. In der Hauptzeit von Freitag bis Samstagabend rückten die Floriansjünger zu knapp 50 Einsätzen aus. Der feuchte und schwere Schnee war zu viel für viele Äste oder gar ganze Bäume. Unter der Last der Massen gab so manches Gewächs nach und blockierte so Wege, Zufahrten oder ganze Straßenzüge. Gleichzeitig machten auch die rutschigen Straßen und Wege den Einsatzkräften das Leben schwer. Manch eine Einsatzstelle konnte im ersten Moment gar nicht erst erreicht werden, da entweder umgefallenes Gehölz die Zufahrt versperrte oder die Fahrzeuge auf Eis und Schnee keinen Gripp bekamen und somit nicht weiterfahren konnten. Abhilfe schafften dann Schneeketten, die nach der ersten Welle an Einsätzen auf die Fahrzeuge aufgezogen werden konnten.

Der Großteil der Einsätze konzentrierte sich auf Bäume und Äste, die vor den Schneemassen kapitulieren mussten. Hinzu kamen aber auch noch ein paar Fahrzeuge wie zum Beispiel Rettungswägen und LKW, die sich schlichtweg festgefahren hatten und durch die Feuerwehr entweder abgesichert oder aus ihrer misslichen Lage befreit wurden. Besonders zu erwähnen bleibt allerdings noch ein Verkehrsunfall, der sich aufgrund von Sommerreifen ereignet hatte. Wegen den falschen Reifen geriet ein PKW nähe der Feuerwache I in den Gegenverkehr und stieß dort mit einem entgegenkommenden SUV zusammen. In beiden Fahrzeugen befanden sich jeweils zwei Insassen von denen ebenfalls jeweils eine Person leicht verletzt wurde. Durch die schnell vor Ort eingetroffenen Feuerwehrleute wurden zunächst die Verletzten erstversorgt und die Unfallstelle weiträumig abgesichert. Nachdem dies geschehen war konnte damit begonnen werden die auslaufenden Betriebsstoffe aufzunehmen. Gerade bei diesen Witterungsverhältnissen aber auch im Winter im Allgemeinen ist eine Fahrt mit Sommerreifen mehr als unangebracht und gefährlich für das eigene Wohl, aber vor allem auch für das von unbeteiligten Dritten!

Am Samstag Abend gegen kurz vor acht konnte die permanente Wachbereitschaft aufgelöst werden. Seither wurden wir allerdings schon wieder zu mehreren „kleineren“ Einsätzen alarmiert sodass wir aktuell die 50er Marke „gerissen“ haben. Auch für die nächsten Tage rechnen wir noch mit vereinzelten Einsätze infolge des Schnees. Aber auch dafür sind wir gerüstet.

Hier noch ein paar Daten:

Aktuell sind es ca. 50 Einsätze. Im Einsatz waren und sind ca. 50 Freiwillige Einsatzkräfte von denen jede/r ungefähr 12 Stunden Einsatzzeit zusammenbringt. Das entspricht derzeit ca. 600 Mannstunden. Der Funkraum der Wache I war dabei ständig besetzt und koordinierte die Fahrzeuge und das Einsatzpersonal. Gleichzeitig kümmerten sich Angehörige und Mitglieder der Jugendfeuerwehr um die Verpflegung für die hungrigen Feuerwehrler. Zwischen den Einsätzen wurden Motorsägen sofort wieder flott gemacht, gesäubert und betankt, um für den nächsten Auftrag einsatzbereit zu sein. Als ob das alles nicht schon genug wäre, waren zwei Angehörige unserer Wehr fast unentwegt auf dem eigenen Gelände mit Schneeräumern unterwegs um Fahrtwege, Parkplätze und Tor- bzw. Hofausfahrten frei zu halten. Auch die kommenden Tage werden noch einiges an Arbeit bereithalten. Equipment muss jetzt geprüft, gereinigt und instandgesetzt werden. Aber auch die ein oder andere Beschädigung gilt es jetzt schnell zu beheben.

Trotz all der Widrigkeiten werden wir dabei aber trotzdem die Einsatzbereitschaft der Brucker Wachen aufrecht erhalten können.